Am 18. Februar 2026, am Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv, sitzt Tucker Carlson dem damaligen US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, gegenüber. Carlson fragt nach den Grenzen. Nach Legitimität. Nach dem Anspruch.
Huckabee antwortet nicht mit Völkerrecht.
Nicht mit Sicherheitsdoktrin. Sondern mit der Bibel.
Gott habe dem Volk Israel das Land gegeben. Und in dieser Logik reicht es „vom Nil bis zum Euphrat“. Eine Maximalgeografie, die weite Teile des heutigen Nahen Ostens umfasst. Ein US-Diplomat spricht über Territorialfragen in Kategorien göttlicher Verheißung. Das ist keine Predigt. Das ist Machtkommunikation. Und es ist kein Ausreißer.
Israels Premier Benjamin Netanjahu hatte zuvor in einer Kriegsansprache „Amalek“ beschworen. Amalek. Das biblische Feindbild, das ausgelöscht werden soll. Kein Kompromiss. Keine Koexistenz. Vernichtung als moralische Pflicht.
Setzt man diese Punkte nebeneinander, entsteht ein Muster:
– Land als göttliche Zusage.
– Gegner als metaphysischer Feind.
– Politik als Vollzug einer Verheißung.
In einem Gespräch, „Kayvan fragt - Chat antwortet“ wurde genau diese Tendenz analysiert: die zunehmende Sakralisierung außenpolitischer Argumentation. Verfolgt Israels Realpolitik einen Endzeitplan? Mike Huckabee macht keinen Hehl daraus.
Bibel, Bibi und die Politik der Vorherbestimmung
